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Ich will einen Ozean – groß, weit und tief!

Januar 4, 2020
Ich will einen Ozean

Lange habe ich nachgedacht, wie ich meinen ersten richtigen Blogbeitrag beginne. Viele stellen sich das immer so einfach vor, als würde man sich vor die Tastatur setzen und der Text fließt förmlich von allein aus den Fingern. Ich muss zugeben, ich habe das auch mal gedacht. Irgendwann führte ich meinen ersten Blog, der heute nicht mehr existiert, und kann ganz ernüchtert sagen, dass es ganz und gar nicht so ist.

Ich habe auch lange sinniert, ob ich mich auf einen Schreibstil festlege. Aber das habe ich verworfen und schreibe einfach so, wie es mir gerade durch meinen Kopf geistert. Wenn ich eines nicht möchte, dann mich verstellen.

So habe ich mich also nun ins Schlafzimmer zurückgezogen, habe mich ins Bett gesetzt, ein Kissen zwischen Wand und mich geklemmt und die Beine zugedeckt. Den Laptop ruhend auf einer Laptopauflage, auf meinen Beinen, damit es nicht zu heiß wird und mein Gerät nicht überhitzt.
Weil mein Kopf zur Zeit viel arbeitet, laut ist und oft auch zu laut ist mit seinen Gedanken, habe ich Kopfhörer in den Ohren. Gerade hilft es relativ gut und ich lasse mich mit meiner Lieblingsband musikalisch beschallen. Unter anderem vom Lied „Ozean“.

Einen Ozean will ich allerdings auch. Es gibt Ereignisse in meinem Leben, die ich gerne weit weghätte. Wenige würde ich auf meinem Eiland belassen. Zum Beispiel die Geburt meiner ersten Tochter. Eine der großartigsten Erinnerungen, die ich habe.  Die ist fest in meinem Herzen verankert.
Aber es gibt viele Erinnerungen die ich gerne nicht hätte oder zumindest so entfernt, dass es keine Trigger dafür gibt.

Trigger. Für mich selbst gibt es nichts schlimmeres mehr, als Trigger. Gerüche, Bewegungen, Sequenzen, Windlage, Sonnenstand, Geräusche – Alles ist ein Trigger für irgendwas. Und es quält beständig und unbändig fortwährend und wenn doch mal eine Pause ist, fühle ich mich normal, kann am Leben teilnehmen, als sei nie etwas gewesen.

Leben. Leben ist toll. Für die meisten zumindest. Für mich ist es mancher Zeit sehr schwer. Viele wollen das weder hören, noch sagen. Aber zu leben ist nicht immer einfach. Manchmal ist das graue Wetter grauer. Manchmal ist es trotz Sonne stürmisch und düster.

Sturm. Wenn der innere Sturm tobt kommen die Nervosität und Anfälligkeit für alles Kleine, das sonst nicht so wahrgenommen werden würde.

Und während ich so schreibe, läuft auf meinem Musikstreaming-Dienst die Musik munter weiter und dafür bin ich gerade sehr dankbar. Denn Musik dreht an der Schraube, wie die Gefühlslage sich bewegt. Ich versuche gemischt zu hören, allerdings kann ich mich nicht richtig konzentrieren, wenn mein Kopf voll und laut ist und schalte gern Lieder durch, ähnlich wie man zappen beim TV macht.
Ein Lied gestartet, für toll befunden und direkt weiter geswitcht zum Nächsten. Die innere Unruhe ist unangenehm, um es mild auszudrücken.
Es startet Wellen von Panikattacken und Angstzuständen, die mich wieder in frühere Situationen triggern und ich diese Situationen wieder durchlebe, insbesondere bei Gerüchen und Geräuschen. Die können noch so minimal sein. Eine Endlos-Schleife.

Mir fällt es schwer heute meine Gedanken richtig zusammenzufassen. Im Moment hoffe ich einfach nur, dass dieser Zustand nicht so lange anhält und vor allem das sich das dauertrübe Wetter wieder ändert. Für jemanden wie mich, ist das sehr schwer zu ertragen. Aber an der Nordseeküste kommt dieses Wetter sehr oft vor und auch das es sich mal lange hält. Für jemanden, der gesund ist, ist es gewiss ein tolles Naturschauspiel.

Ich muss an dieser Stelle enden. Meine Konzentration kann ich nicht halten. Schade. Aber ich weiß aber auch, nach jedem Sturm kommt Sonnenschein!

Bevor ich hier schließe, möchte ich mich fürs Lesen bedanken. Vielen Dank also für das Lesen meines Beitrags in meinem neuen Blog.

Für meine Mädchen:

Ich sende 1000 Küsse meinen beiden Töchtern. Mein Herz trägt eure Namen – immer und überall. Seid euch immer gewiss, dass ich euch über alle Maße liebe!

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